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Die Hall of Fame der VfL Basketballabteilung

Nach dem Vorbild von vielen bekannten Traditionsvereinen wollen wir hier in unserer eigenen Halle des Ruhmes namhaften Persönlichkeiten unserer Vereinsgeschichte einen ihnen gebührenden Ehrenplatz einrichten:
Die Rubrik Personen beinhaltet verdienstvolle und herausragende Persönlichkeiten, die Meilensteine  in der nunmehr fast 75 Jahren dauernden Vereinsgeschichte der Basketballer gesetzt haben.  
In der Rubrik Luchse of the year ehren wir aktive Spieler und Spielerinnen aus den aktuellen  Jahrgänge, die sich in ihren jeweiligen Mannschaften verdient gemacht haben. Auch zukünftig werden wir als Ansporn und Vorbild für unsere Jugendspieler die Luchse des Jahres nominieren.
Die Rubrik Jahrgangsteams sind Zeitdokumente aus früheren Jahrgängen mit vielen bekannten Gesichtern, die es ebenfalls verdient haben, nicht in Vergessenheit zu geraten. 

Rudolf Anheuser (1924 - 2009)

Das beigefügte Bild entstand 1972 bei der Olympiade in München und zeigt von links: Hans E. Lorenz (Hallensprecher), Rudolf 'Anni' Anheuser als Schiedsrichter sowie Manfred Ströher (damals Technisches Komitee).

Rudolf Anheuser wurde am 09. November 1924 geboren und hatte als damals 14jähriger Schüler des deutschen Basketball-Vaters Hermann Niebuhr den ersten Kontakt zu der Sportart, die ihn fortan nicht mehr los lassen sollte. In amerikanischer Kriegsgefangenschaft infizierte sich Rudolf Anheuser endgültig mit dem Basketball-Virus und nahm diesen bei seiner Heimkehr 1947 mit nach Bad Kreuznach. Hier brachte er, zusammen mit seinen damaligen Wegbegleitern Hermann Niebuhr und Dr. Ernst Bauer, nach den Wirren des 2. Weltkrieges dem noch jungen organisierten deutschen Basketballsport, weit über die Bad Kreuznacher Stadtgrenzen hinaus, das Laufen wieder bei.
In der damals höchsten deutsche Liga, der Oberliga Süd-West, war er mit dem Team des VfL 1848 Bad Kreuznach jahrelang präsent. Was ihm allerdings in dieser Zeit verwährt blieb, das Gewinnen einer deutschen Meisterschaft, sollte ihm Jahre später vielfach im Seniorenbereich gelingen!
Von 1958 bis 1961 hatte er das Amt des Abteilungsleiters der VfL-Basketballabteilung inne, wo er parallel auch als Trainer, Schiedsrichter, Organisator und somit als Mädchen für alles fungierte, jedoch immer mit einem ganz besonderen Fokus auf der Förderung der Jugendlichen.
1964 erhielt er, zusammen mit seinem langjährigen Bad Kreuznacher Freund Manfred Ströher, der in dieser Zeit Bundes-Schiedsrichterwart gewesen ist, in Belgrad die internationale Schiedsrichter-Lizenz. Bis 1979 leitete Anheuser unzählige internationale Begegnungen, so auch bei der Olympiade 1972 in München, wo er, nach Terry Schober 1968 in Mexico, der zweite Deutsche Basketball-Schiedsrichter bei einer Olympiade war. Nach seiner aktiven Laufbahn als internationaler Schiedsrichter wurde er vom Weltbasketballverband FIBA zum Ehrenschiedsrichter auf Lebenszeit ernannt.
Manfred Ströher war es auch, der Rudolf Anheuser in die Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Basketball Bundes berief, wo sein unerschöpfliches Wissen Basis der gesamten deutschen Schiedsrichter-Aus- und Weiterbildung in dieser Zeit war. Mit Ströher zusammen erarbeitete Anheuser weltweit erstmals eine Regelinterpretation der internationalen FIBA-Regeln und legte sie in schriftlicher Form nieder. Obwohl diese aus dem damals basketballerisch vergleichsweise unbedeutenden Deutschland stammte, wurde diese Regelinterpretation von der FIBA offiziell anerkannt. Die hierin aufgeführten Schiedsrichter-Techniken, wie etwa die fest definierten Laufwege der Schiedsrichter zu den Bewegungen des Balles, dienten als weltweite Grundlage aller Schiedsrichter-Aus- und Weiterbildungen und wurden in über 50 Sprachen übersetzt. Mit der Berufung zum technischen Kommissar des Weltbasketballverbandes im Jahre 1981 übernahm Rudolf Anheuser darüber hinaus weitere große Verantwortung und hatte bedeutenden Einfluß im internationalen Basketball-Schiedsrichterwesen, wo auch heute noch seine Handschrift deutlich erkennbar ist.
Durch seine umfassenden und unausschöpflichen Kenntnisse rund um das rote Leder war Rudolf Anheuser auf nationaler als auch auf internationaler Ebene in besonderem Maße  anerkannt. Der Deutsch Basketball Bund hielt in schwierigen technischen Schiedsrichter-Angelegenheiten bis in die heutige Zeit mit ihm Rücksprache und vertraute gerne auf seine Meinungen und Ratschläge, die der Träger der goldenen Ehrennadel des DBB, die höchste Auszeichnung, die der Deutsch Basketball Bund vergibt, immer wieder geben konnte.

Rudolf Anheuser verstarb am 27.10.2009 im Alter von 84 Jahren in Bad Kreuznach.

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Kenny Barbour

Als Berufssoldat war Kenny einer der markantesten Auswahlspieler der US Army, die an ihrem Standort in Bad Kreuznach regelmässig an den Jahrmarktsturnieren des Vfl teilnahmen und fast immer bis ins Finale kamen. Unglaublich zäh und konditionsstark und  saubere Blocks in der Defense- das waren die Stärken, die Kenny schnell auch bei den Zuschauern  beliebt machte, als er ab 1993 das 1. Herrenteam verstärkte. Stets ein paar weitere Amerikaner im Schlepptau, riss er fortan auch seine Mannschaftskameraden mit, denn der Konkurrenzdruck stieg ständig. Mit und durch Kenny klappte 1993/94 der Aufstieg in die Landesliga und Barbour wurde fortan mehrere Jahre in der Liste der LL-Topscorer geführt. Durch wechselnde Militäreinsätze von Kenny musste die Mannschaft in den Folgejahren Jahren öfter auf ihren Leistungsträger verzichten. Umso bemerkenswerter, das Kenny immer wieder zurückkam, um sein altes Team zu unterstützen. Zum vorläufig letzten Mal war er in der Landesliga- Saison 2006/ 2007 noch einmal mit dem VfL angetreten  - reifer an Erfahrung, aber selbst nach fast 15 Jahren Spieleinsatz immer noch topfit. Kenny lebt seit 2007 wieder in den USA .      

Yakovos Bilek (1917 - 2005)

Ursprünglich griechischer Herkunft, startete Yakovos Bilek seine Basketballer- Laufbahn in Istanbul, wo er 1947/ 48 acht Länderspiele für die türkische Nationalmannschaft absolvierte. Ab 1951 wurde er als FIBA Schiedsrichter nominiert und nahm im Schiedsrichterkader an zwei olympischen Spielen teil. 1962 wurde er in den Trainerstab des DBB berufen, wo er bis 1982 in verschiedenen Funktionen tätig war, unter anderem war er 8 Jahre lang Bundestrainer der deutschen Herren -Nationalmannschaft. Nachdem er in seine Wahlheimat Bad Kreuznach zurückgekehrt war, setzte er noch viele Jahre sein trainerisches Können als Übungsleiter im Schulsport ein. Mit seiner unermüdlichen Jugendarbeit konnte er ganze Spielergenerationen von der Faszination des Basketballsports begeistern. Bis ins hohe Alter als Trainer und Motivator aktiv, war Yakovos Bilek ein Garant für einen ständigen Strom von Nachwuchstalenten, die ihre spielerische Karriere im VfL begannen.  

siehe auch:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDBB Teamwork 

Dr. Ernst Bauer (1926 - 2005)

Es war kein geringerer als Hermann Niebuhr, der Vater des Deutschen Basketballs, der als Sportlehrer des Hindenburg Gymnasiums (heute Gymn. a. d. Stadtmauer), den Sextaner Ernst Bauer mit dem neuen Spiel "Basketball" in Berührung brachte. Die Begeisterung des Lehrers war ansteckend und bereits 1938 gab es Trainingseinheiten, an denen Ernst Bauer als 12 jähriger regelmäßig teilnahm, obgleich es weit und breit noch keine gegnerische Jugendmannschaft gab.
Die Anstrengungen Hermann Niebuhrs und seiner begeisterten Mitstreiter, wie Ted Clausen in Darmstadt und Hugo Murero in Berlin, führten jedoch bald zu großen Erfolgen in Deutschland, deren weitere Entwicklung allerdings mit dem Kriegsausbruch 1939 sehr erschwert und ab 1944 unmöglich geworden waren.

Hermann Niebuhr wurde Soldat.

Ernst Bauer wurde mit 17 Jahren zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, danach ging er 1944 zur Marine, kam kurz vor Kriegsende in Gefangenschaft und wurde im September 1945 nach Bad Kreuznach entlassen.
Über seine dann sofort wieder aufgenommenen Basketballaktivitäten schreibt Hermann Niebuhr:
"Schwer, sehr schwer war der sportliche Neubeginn. Dass in dieser niedergedrückten Atmosphäre in Kreuznach doch auch wieder das Basketballspiel auflebte, sich Sportbegeisterte fanden, ist das unbestreitbare Verdienst von Dr. Ernst Bauer.
Zur Zeit der großen Basketballerfolge hatte er noch als kleiner Junge am Spielfeldrand gesessen und kaum den Ball handhaben können. Gegen alle Ungunst und jede Schwierigkeit kämpfte er jetzt mit geradezu fanatischer Besessenheit unter rücksichtslosem Einsatz seiner Person.

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterWeiterlesen >>>

Dr. Hilde Bauer

Text und Bild wird noch ergänzt

 

Adolf Pfaff

Adolf Pfaff

Chef-Luchs und Vater des Jahrmarktturniers wird 70

Adolf Pfaff hat heute Geburtstag und beschenkt sich mit Queen-Konzert

BAD KREUZNACH. Den 60. und 65. Geburtstag hat das Kreuznacher Basketball-Urgestein Adolf Pfaff ganz groß gefeiert. Den 70. verbringt er am heutigem Samstag in der TUI-Arena in Hannover - wo seine Lieblingsband Queen gastiert. Pfaff: "Das hab" ich mir selbst geschenkt." Immer offen sein für Neues - das ist ein Motto des VfLers, der einst 15 Jahre lang in der Ersten Mannschaft spielte und sich vor allem als Vater des Jahrmarktsturniers 1985 einen Namen machte. Damals feierte der VfL als ältester deutscher Basketballverein seinen 50. Geburtstag. Insgesamt 40 Jahre lang war Pfaff in Ligaspielen aktiv - stets als Playmaker mit der Nummer 12. Als die VfL-Luchse im März dieses Jahres die Landesligameisterschaft errangen und Edelfan Adolf ein 12er-Trikot mit der Aufschrift "Chef-Luchs" überreichten, war das ein bewegender Moment. "Sie sind groß geworden, meine Jungs", sagt Pfaff stolz und nachdenklich. Spieler wie Simon Möller oder Stefan Breckheimer haben als Zehnjährige bei mir mit Basketball angefangen, resümiert Pfaff. Pfaff stieg schon mit 20 Jahren als Trainer ein, erwarb 1964 unter dem früheren Bundestrainer Yakovos Bilek die Fach-Übungsleiterlizenz, trainierte zwei Jahre gleichzeitig A-Jugend, B-Jugend und Männermannschaft. Als größten sportlichen Erfolg sieht Pfaff die deutsche Endrunde 1958/59 mit Spielen gegen Aachen und Düsseldorf unter Trainer Rudolf Anheuser und mit den Nationalspielern Pfullendörfer, Scherer und Voss. Vor fünf Jahren, zum 65. Geburtstag, gab es eine große Fete im Berufsbildungszentrum, wo der Schweißfachmann über 5000 Lehrlingen das Schweißen beibrachte. Als Heizungsbauermeister stellte er sein Können und seine Erfahrung in der Ausbildung auch in Bulgarien und in Vietnam unter Beweis. Dort half er, eine schweißtechnische Werkstatt einzurichten und bildete Schweißer aus. "Jeder kann und soll etwas lernen, denn für Können gibt es keinen Ersatz", ist Pfaffs Wahlspruch. Und so ist er auch heute noch bereit, seine Fertigkeiten zur Verfügung zu stellen, wenn es Engpässe gibt. Denn Schweißen, das war neben dem Hobby Basketball stets sein Traumjob. Im August dieses Jahres bildete er an alter Wirkungsstätte im Berufsbildungszentrum noch junge Heizungsbauer im Gasschweißen aus.

Mit freundlicher Unterstützung des Öffentlichen Anzeigers

Adolf Pfaff feiert heute 70. Geburtstag

Basketball: Seit 55 Jahren beim VfL Bad Kreuznach / DM-Endrunde 1959 war Höhepunkt

BAD KREUZNACH Als im März die Basketballer des VfL Bad Kreuznach nach 30 Jahren wieder in die Oberliga aufstiegen, feierte Adolf Pfaff kräftig mit. Nach dem letzten Heimspiel ließ er sein ehemaliges Trikot mit der Nummer 12 nach amerikanischem Vorbild unter die Hallendecke hissen. Am heutigen Samstag hat Adolf Pfaff wieder einen Grund zum Feiern - seinen 70. Geburtstag. Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenstermehr

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG.

Jürgen Scherer

Text wird noch ergänzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jupp Schäfer

Text und Bild wird noch ergänzt

 siehe auch:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterOlympische Spiele 1936

 

Manfred Schitthof (1946 - 2003)

Manfred in Aktion beim 1. FC Bamberg

Als dominanter, eigenwilliger Spieler war Manfred Schitthof bereits in der Jugend eine herausragende Persönlichkeit, physisch stark und mit einer eisernen Disziplin.  13 Junioren Länderspiele und die Nominierung für 15 Spiele in der A-Nationalmannschaft der Herren sprechen für sich. Seine spielerische Laufbahn brachte ihn als Stammspieler zu den renommierten Basketballclubs von Hagen, Grün-Weiß Frankfurt und dem in den 70er Jahren dominanten USC Mainz. 1972 wechselte er noch einmal zum FC Bamberg, wo er mit 286 Punkten in einer Saison zu den Topscorern der Bundesliga zählte. Seine guten Verbindungen zu vielen namhaften Spielern erleichterten ihm ab 1973 die Aufbauarbeit bei seinem Heimatverein VfL Bad Kreuznach, deren 1. Herrenmannschaft unter seiner Leitung als Spielertrainer 1977 bis zur Regionalliga aufsteigen konnte. Manfred Schitthof prägte die Position des Spielmachers und war ein Meister des Distanzwurfs, zu einem Zeitpunkt, als es die Dreier-Linie noch gar nicht gab. Mit dem Weggang einiger Leistungsträger und dem unvermeidlichen Abstieg des Vfl verlagerte Manfred Schitthof ab 1980 seine Haupttätigkeit auf Engagements als lizensierter Trainer u. a. bei Teams aus Kaiserlautern, Mainz  und Kirchheim-Bolanden, unterstützte aber ebenso seinen  Heimatverein Vfl, wo er noch einige Jahre im Seniorenbereich als aktiver Spieler an den Spielrunden teilnahm. Krankheitsbedingt musste er sich in seinen letzten Lebensjahren von seinem geliebten Sport zurückziehen. Manfred Schitthof starb leider viel zu früh mit 56 Jahren.

siehe auch:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArchiv GHP Bamberg Saison 1972/73

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArchiv GHP Bamberg Saison 1974/75

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDBB Literatur

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterTV Kirchheimbolanden

Manfred Ströher

Text und Bild wird noch ergänzt

 

siehe auch:

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDBB Präsident (1984 - 1994)

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Basketball Schiedsrichter

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDBB bei Wikipedia